Konzept

Unsere Idee

Der Beruf des Landwirtes mit seinen vielfältigen Tätigkeitsbereichen in der Viehzucht und im Ackerbau wird heute überwiegend nur noch über Medien wahrgenommen. Immer mehr Eltern machen daher mit ihren Kindern „Urlaub auf den Bauernhof“, damit diese dort Natur und Umwelt sowie das Leben mit Tieren kennenlernen. Diese Entwicklung hat uns die Idee zu unserem Konzept geliefert Unser integrativer Bauernhofkindergarten soll ein Ort zum Spielen, Toben, Lernen sein, er soll aber insbesondere auch zu einem gemeinsamen Leben von Mensch und Tier führen. Für unsere 20 „Hofzwerge“ im Alter von 2-6 Jahren haben wir im Rahmen einer Elterninitiative in Rheine/Dutum einen Ort gefunden, an dem unsere Kinder naturnah aufwachsen können.

 

Kindliche Entwicklung auf dem Bauernhof

Tiere sind ideale Partner für unsere Kinder! Sie erleichtern unseren Kindern sich ihrer Umwelt zu öffnen, soziale Bindungen einzugehen, Kreativität und Phantasie zu entwickeln und Verantwortung für sich selbst, für das Tier und die Natur zu übernehmen. Im Umgang mit Tieren erfahren unsere Kinder, wie vielfältig Natur ist! Sie können Tiere beobachten, streicheln, mit ihnen spielen und können auch ihre Freunde sein. Tierkontakte eröffnen den Kindern ganz andere, neue Perspektiven, ermöglichen den Kindern neue Erfahrungen, die ihnen ihr größtenteils städtisch geprägtes Umfeld in der Weise nicht bieten kann.

 

Alltag im Bauernhofkindergarten

Die Kinder lernen im täglichen (Er-) Leben das Landleben und die Natur kennen und schätzen. Sie können selbst erfahren und nachvollziehen, dass viele Gaben des täglichen Bedarfs, wie z. B. verschiedene Getreidearten und Gemüsesorten, angebaut, gesät oder gepflanzt werden. Sie beobachten die verschiedenen Stadien des Wachsens der Pflanzen und können diese, wenn sie gereift sind, selbst ernten und verarbeiten. Feste Strukturen im Alltag lernen die Kinder aus dem Umgang mit unseren Tieren und die dafür notwendigen Arbeiten wie das tägliche Füttern, das Ausmisten und das Ausholen von Eiern. Ein wichtiger Bestandteil des Zusammenlebens auf dem Bauernhof ist das Aufstellen und Einhalten von Regeln bezüglich des Verhaltens und Bewegens auf dem Hofgelände. Diese Regeln werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Die Orientierung an festen Regeln befähigt die Kinder Gefahrenquellen zu erkennen und selbständig darauf zu reagieren.

 

Ein Tag im Kindergarten

7.30 – 9.00 Uhr Ankommen der Kinder, Vorbereiten des Frühstücks, Freispiel der Kinder.


 

9.00 – 10.00 Uhr Frühstück


 

10.00 – 12.00 Uhr Jetzt geht es nach draußen zu den Tieren. Sie werden gestreichelt, gefüttert, gereinigt, gestriegelt. Der Garten wird bei Bedarf gesäubert und reifes Gemüse oder Kräuter geerntet bzw. neue Grün- und Gemüsepflanzen gesetzt. Im Herbst werden die Äpfel und Pflaumen gepflückt und aufgesammelt. Zeit für kreatives, freies oder angeleitetes Spiel. Beobachten, Forschen, Basteln, Werken und Erkunden. Angebote passend zu Situationen (Getreideernte, Gras- und Heuernte, Arbeiten auf dem Feld wie Pflügen und Eggen etc.) Therapien und Frühfördereinheiten. Gemeinsamer Abschluss im Bauwagen oder im Tipi.


 

12.00 – 12.30 Uhr Abholen der Kinder, die nicht über Mittag bleiben.


 

12.30 – 13.00 Uhr Mittagessen


 

13.00 – 14.00 Uhr „Mittagsruhe“ (individuell, bei jedem Kind unterschiedlich) wird durch Lieder oder ruhige Musik eingeleitet. „Leises“ Spielen, Lesen, Kuscheln ist angesagt


 

14.00 - 14.30 Uhr Abholen der „Übermittagskinder“


 

14.30 – 16.30 Uhr Je nach Programm gehen wir wieder ins Freie und schauen nach den Tieren oder erkunden unseren Spielplatz. Der Jahreszeit entsprechend pflegen wir den Garten, pflanzen Blumen oder ernten Gemüse. Reiten, Trampoline springen, Basteln, Werken oder Besuche verschiedener öffentlichen Einrichtungen werden je nach Bedarf angeboten. Zurzeit bieten wir jeden Donnerstagnachmittag von 14:00 – 16:00 Uhr Turnen in der nahe gelegenen Sporthalle einer Grundschule an.


 

16.30 Uhr Abholen der Kinder



 

Ernährung

Bei der ganzheitlichen Erziehung legen wir Wert auf eine gesunde und vollwertige Ernährung. Mit Gemüse aus eigenem Anbau, Früchten von der bestehenden Obstwiese und durch Marktbesuche wollen wir den Kindern den jahreszeitlichen Bezug vermitteln. Im Zeitalter der industriell hergestellten und verpackten Fertignahrung möchten wir den Kindern ein Gefühl für gesunde Ernährung geben und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln nahe bringen: „Kühe sind nun mal nicht lila und die Milch kommt nicht aus dem Tetrapack“. - Mittagessen aus Erzeugnissen der Region - Frühstück an den Bedürfnissen der Kinder orientiert - Gesund und vollwertig

 

Integration

Unser Kindergartenkonzept sieht vor, Kinder mit Behinderungen in die Gruppe zu integrieren. Dabei ist der Kontakt mit Tieren sehr hilfreich, um Vertrauen aufzubauen.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Im ständigen Austausch mit den Eltern erläutern wir unsere Konzeption und Methodik, erfahren somit aber auch Kenntnisse über die Gewohnheiten und Besonderheiten ihrer Kinder und können so diese wichtigen Faktoren bei der individuellen Betreuung und Arbeit berücksichtigen. Aktive Elternarbeit ist Bestandteil unseres Konzeptes. Das sind: - Elternabende - Regelmäßige Vollversammlungen des Vereins - Informationsabende - Elterngespräche - Gemeinsame Aktivitäten: z. B. Sommerfest, Erntedank, Weihnachtsfeier, Nikolaus etc. - Mithilfe bei Arbeitseinsätzen: z. B. Gartenarbeit, Spielplatzsäuberung, Fütterung der Tiere am Wochenende